Sessel hin, Sessel her
Was macht der moderne Mitteleuropäer nach Feierabend – er haut sich in den – richtig – Sessel. Wenn man von normalen Familien ausgeht, dürften wohl in jedem Haushalt mindestens zwei davon stehen. Ein riesiger Markt, wenn man von 52 Millionen Haushalten in Deutschland ausgeht. Dem entsprechend groß ist das Angebot. Vom einfachen Sitzmöbel bis zu super gestylten Designobjekten, in jeder Preisklasse Sitzgelegenheiten mit Komfort. Große Abteilungen der Möbelhäuser befassen sich nur mit dem Sessel, vom solitären Einzelstück bis zu Fernseh- oder Massagesesseln. Meist ist der Polstersessel das bevorzugte Objekt, aber Künstler und Innenarchitekten kreieren oft auch Werke aus Kunststoff, Metall, Holz und sogar Pappe. Auch Sessel aus der Natur sind nicht zu verachten: Astgabeln, Baumstümpfe und Steinansammlungen eignen sich für den Naturliebhaber ebenso als Sessel. Allerdings ist hier die Unterscheidung Sessel – Stuhl – Hocker nur sehr ungenau vorzunehmen. Hierzu zählt wohl auch der Sessellift, eher untypisch als Sitzgelegenheit mit Komfort.